: die Lernbausteine

Persönlichkeitsentwicklung

Jede Theaterrolle ist getragen und wird gespeist von der Persönlichkeitsstruktur des Darstellers und erhält doch durch die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung einen eigenen nur teilweise an die Person angekoppelten Ausdruck. Mit den Schauspielern wird daran gearbeitet, sich selbst und Ihre Ausdrucksfähigkeit im Horizont der Gruppe innerhalb der Probenarbeit wahrzunehmen und um neue Wahlmöglichkeiten zu erweitern.

 

Gruppenkommunikation

Die reibungslose Zusammenarbeit des Ensembles ist eine absolute Grundvoraussetzung für eine anspruchsvolle und bezaubernde Theaterarbeit. Das Verhandeln  unterschiedlicher Aspekte und Blickwinkel der Teilnehmer bezogen auf Rollen, Inszenierung und die Bühnengestaltung führt im besten Fall  zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl, das die Schauspieler trägt, wenn sie sich einem Publikum stellen. Ein Theaterensemble ist eine eingeschworene Gemeinschaft, die Unterschiedlichkeit als Bereicherung schätzen lernt.

 

Körpertraining (Stimme, Sprache, Tanz- und Bewegung, Rhythmik)

Nur ein geerdeter, beweglicher, ausdrucksstarker Körper ist in der Lage, eine Rolle glaubhaft darzustellen. Zusätzlich zur mentalen Arbeit ist also das Training mit dem wichtigsten Instrument des Schauspielers, dem Körper unabdingbar. Darstellungskunst beruht auf der Ausdrucksfähigkeit des Körpers. Denn letztlich zählt nicht was gesagt, sondern was ausgedrückt wird.

 

Rollenerarbeitung, Geschichtenerzählerausbildung

Wer in eine andere Rolle schlüpfen will, muß vorher einen bewußten Unterschied, eine Grenze zwischen sich und der Rolle wahrnehmen lernen. Die intensive Arbeit mit der Rolle und dem Rollentausch zieht eine Differenzierung nach sich und läßt die Rolle gleichzeitig lebendig und vielschichtig erscheinen und nachwirken. Die Fähigkeit aus einer dritten Position heraus, der des Erzählers unterschiedliche Rollen sinnlich erlebbar im Raum entstehen zu lassen, rundet die Arbeit an der Ausdrucksfähigkeit und Unterscheidungsfähigkeit der Akteure ab.

 

Gestaltung des Theaterkontextes

Gemeinsam mit dem Begleitungsteam und dem Regisseur beginnt das Ensemble schon relativ früh aus zeitgenössischen und historischen Vorlagen heraus ihr eigenes Stück und ihre eigene Inszenierung zu erarbeiten. Dazu gehört unter anderem die Auseinandersetzung mit den folgenden Themenbereichen: Textarbeit und Theatergeschichte, Dramentheorie, Inszenierungarbeit und Dramaturgie, Musik und theatralischer Einsatz, Bühnenbild, Lichttechnik und -regie, Requisite, Kostüme.