: Theaterpädagogisches Konzept

: Integrative Theaterarbeit - Theater und kreative Methoden in der Kulturarbeit der Zukunft

Theaterpädagogik im Spannungsfeld von:
Humanistischer Pädagogik und Psychologie und dem
Theater als Kultur-, Kreativitäts- und Kommunikationsmedium

 

:Standortbestimmung

Unsere Sichtweisen und Methoden entspringen der Theorie und Praxis, der Begrifflichkeiten und den Medien

- der Humanistischen Pädagogik und Psychologie

- der Schauspielpädagogik und

- des Theaters als Kulturträger und Kommunikationsmedium.

 

Unsere Theaterpädagogische Arbeit ist in Grundlagen nicht von denen der Spiel- und lnteraktionspädagogik zu trennen. Die Spielpädagogik nutzt alle Spielformen, um Kinder und Jugendliche zu verantwortungsvollem reflektierendem Handeln mit sich selbst, der eigenen Körperlichkeit, der Gruppe und der Gesellschaft zu ermutigen und befähigen. (vgl. M. Behr Kinder im Theater, Ff/M 85)

Probehandeln und Experimentieren mit dem eigenen Ausdruckspotential auf der Bühne schließt die Ernsthaftigkeit der auf die Aufführung hin ausgerichteten Vorbereitungen nicht aus. Spiel und Ernst müssen zusammen gehen wie Arbeit - Freizeit - Muße.

Wir fühlen uns dem Humanistischen Denken, insbesondere dem Psychodrama J. L. Morenos verpflichtet.

Sein Stegreiftheater wendet sich dem freien schöpferischen Ausdruck der einzelnen Spieler/innen in der Gruppe zu, die in der <Begegnung> mit den anderen sich selbst neu erleben. Die Methoden seines Psychodramas - Rollentausch, Doppeln der Rolle, etc. führen im sog. Protagonistenspiel zu einer Wiederbelebung und Neuinszenierung alter (sozialer) Dramen. Im Hier und Jetzt der Gruppeninteraktion können neue Kontexte wahrgenommen, neue Deutungen gefunden, neue Bedeutungen gegeben werden.

Zur gleichen Zeit der Jahrhundertwende etablierte K. S. Stanislawski "das System“ der Psychotechnik, eine Methode, die es den Schauspielern ermöglicht, das Körpererleben seiner Rolle zu entwickeln. Sein Ziel: eine wahrhaftige Rollendarstellung und keine Illusionierung wie in der alten Theatertradition.

Lee Strassberg, J. Grotowski, P. Brook u.a. betonen bis in die Gegenwart den Erlebnischarakter der Rollenerarbeitung in Gruppenprozessen ihrer Theater Die Ideen und der reiche Erfahrungsschatz des Theaters und der Pädagogik und Therapie vernetzen sich in sinnvoller Weise.

Die Methoden und Techniken der verschiedenen Schulen der Schauspielpädagogik beinhalten neben der Körperbildung, Atemschulung, Sprecherziehung auch Entspannungs- und Meditationsübungen - an einigen Theaterschulen setzen Psychodrama - Leiter/innen Morenos Methoden dort ein, wo die Rollenentwicklung in eine Krise geraten ist.

Einige Theaterschulen vertiefen die experimentellen Formen des Theaters und erprob(t)en das Feld der Kreativität und der Gruppeninteraktionen.

 

Weitere Informationen zu den  theoretischen Grundlagen.